Barcelona l Überall leiden Theater und Kultureinrichtungen unter den Corona-Einschränkungen. Entweder dürfen aus Abstands-Gründen nur ganz wenige Zuschauer rein – oder der Laden bleibt komplett zu.

Einen ungewöhnlichen Weg schlug das ehrwürdige Opernhaus von Barcelona ein. Das Gran Teatre del Liceu spielte zur Wiedereröffnung nach Corona vor vollem Haus. Und trotzdem ohne Menschen im Publikum. Auf den Plätzen, naja, saßen – 2292 Pflanzen. Yuccapalmen, Gummi- und Feigenbäume, selbst Lavendeltöpfchen. Die haben zwar keinen Eintritt bezahlt, dafür gab es auch keinen Stress mit irgendwelchen Abstandsregeln. Zudem ging die Aktion als gelungener Marketing-Gag um die Welt – auch, weil das zum Schluss musikalisch gebildete Grünzeug an fleißige Corona-Helden vom benachbarten Krankenhaus verschenkt wurde.

Bleibt die Frage, welche Art von Musik bei Pflanzen am besten ankommt. Das Quartett auf der Bühne hatte sich für Giaccomo Puccinis „Crisantemi“ („Chrysanthemen“) entschieden. Kann man eigentlich nichts falsch machen.