Man hatte gehofft, es würde sich um eine vorübergehende Modeerscheinung handeln. Diese, haha, superlustigen Wortspiel-Namen bei Friseurgeschäften. Als der altehrwürdige „Salon Hannelore“ auf einmal, total szenig, „Cut-e-drale“ hieß. Plötzlich waren die Coiffeure beim Erfinden Ihrer Firmenbezeichnung kreativer als beim Haareschneiden. So wucherten „Schnittstelle“, „CreHaarTiv“, „KammBodscha“, „CutManDu“, „O‘ Haara“ in deutsche Innenstädte. Liebe Frieseure, jetzt mal ehrlich: Derselbe Witz wird nicht lustiger, wenn man ihn möglichst oft erzählt. Das gilt auch für dich, Vielhaar-Moni.

Leider scheint die fröhliche Namens-Seuche auch auf andere Bereiche abzufärben. Gruseliges Beispiel: Burgerläden. „BurgerMeister“, „Magde-Burger“ und in Burg vielleicht bald „Burger“ (oder „BurgBurger“?). Einer hat jetzt jedenfalls rigoros auf die Notbremse getreten: Hollywood-Regisseur Steven Spielberg (71) verbat sich gerade ausdrücklich, dass sich eine Bratkette „SpielBurger“ nennt. Haargenau die richtige Einstellung.