Wir haben es immer geahnt: Deutschlands Sisha-Bars sind ein einziger Sündenpfuhl. Aufgedeckt hat das ausgerechnet die FDP, diese Speerspitze des freien Lebensgefühls im Lande. Doch hier können selbst die Liberalen nicht anders: Es muss schon alles seine Ordnung haben mit dem Wasserpfeife-Paffen. Die Sisha-Kunden bewegen sich rechtlich nämlich in dem Dunst, den sie selbst erzeugen.

Denn die Pfeifen gluckern steuerwidrig, wie die FDP feststellt. Tabak darf in Deutschland nur in „verkaufsfertigen Kleinstverkaufspackungen“ (sprich: Schachteln) gehandelt werden. Sisha-Tabak hingegen wird lose verkauft. Einfach an den staatlichen Steuernormnen vorbei. Dies gipfelt in der Frage, ob der Betrieb von Sisha-Bars rechtlich überhaupt möglich ist. Es könnte sich also bald ausgedampft haben in den einschlägigen Lokalitäten.

Für die weitere Nutzung bietet sich ein anderer Stoff an: Cannabis. Wo sollen die Leute hin, wenn das Zeug bald legal wird? Dann wird losgekifft – bis die Steuer kommt.