Berlin l Für deutsche Minister oder Staatsoberhäupter kann so eine Dienstreise schnell zum Alptraum werden. Warum? Niemand kann sich sicher sein, ob sein Flugzeug abhebt. Das ist zum Lotteriespiel geworden. Immer wieder kommt es zu Pleiten, Pech und Pannen mit Regierungsfliegern. Jetzt hat es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwischt. Das berichtet die „Bild am Sonntag“. Steinmeier saß auf dem Weg zur Jubiläumsfeier zu 70 Jahren Grundgesetz zunächst in Berlin fest. Der A 319, der ihn nach Karlsruhe bringen sollte, hatte einen Riss in der Cockpitscheibe – und blieb am Boden.

In solchen Fällen stehen Ersatzmaschinen bereit. Eigentlich. Doch als Steinmeier los wollte, waren fast alle Flugzeuge der Flugbereitschaft in der Werkstatt – und mit der einzig übriggebliebenen einsatzfähigen Maschine musste Kanzlerin Angela Merkel (CDU) los. Steinmeier stieg auf einen 30.000 Euro teuren Privatjet um.

Der Bundespräsident ist Kummer gewohnt. Erst zu Jahresbeginn saß er in Äthiopien fest – wegen eines kaputten Flugzeugs.