In Neuseeland werden Verbrecher, sagen wir mal so, exquisiter behandelt als anderswo. Voraussetzung: Sie müssen so richtig gefährlich sein. Die Oberschurken kommen dann ins neue Hochsicherheitsgefängnis, gebaut für 175 Millionen Euro. Hört sich schlimm an – ist es aber nicht.

Denn: Die Kriminellen werden in einen wahren Wohlfühl-Knast gebracht. Es klingt wie aus einem Wellness-Katalog: Die Häftlinge können auf echtem Rasen laufen, sich schön sonnen, Yoga-Übungen machen. Der Besucherraum – wie ein modernes Café. Dann noch der „sensorische Garten“ – dort pflegen schwere Jungs zarte Pflanzen. Kräuter wie Thymian und Minze sollen beruhigen, aber auch sanft stimulieren.

Horizontale statt vertikale Balken ermöglichen von den Zellen aus einen besseren Blick. Eigene Duschen und TV? Klar doch! Die Zahl der Häftlinge in Neuseeland ist im Vergleich zu anderen Industriestaaten recht hoch. Das dürfte sich künftig kaum ändern. Denn wer legt nicht mal gern eine kreative (Verbrechens-)Pause im Luxusknast ein?