Budapest (vs) l René Casselly ist zweimaliger Gewinner und aktueller Favorit der Tv-Serie "Ninja Warrior". Doch jetzt wurden schreckliche Informationen aus seinem Leben im Zirkus bekannt. Zwei Elefanten der Familie Casselly sollen in einem Tiertransporter erstickt sein. Ein drittes Tier habe nur knapp überlebt, teilt die Tierschutzorganisation Pro Wildlife in einer Pressemitteilung mit.

Erst jetzt wurde bekannt, dass die Tiere bereits im August verstorben sind. Eine Obduktion fand nicht statt, die toten Tiere wurden offenbar an Ort und Stelle vergraben. „Der qualvolle Tod der zwei Elefanten sollte wohl vertuscht werden", so Daniela Freyer von der Non-Profit-Organisation Pro Wildlife.

Informationen von Pro Wildlife zufolge, wurden die drei Elefanten Mambo, Betty und Tonga auf dem Gelände des Safari-Parks Szadar bei Budapest über Nacht in einen Transportwagen gesperrt und am nächsten Morgen regungslos gefunden. Erst als die Tiere geborgen wurden, stellte man fest, dass ein Tier (Tonga) noch lebte. Mit Mambo stirbt der letzte Zirkus-Elefantenbulle in Europa, teilt Pro Wildlife mit.

Elefantenhaltung länger in der Kritik

Der Transporter wurde möglicherweise sogar regelmäßig zur Unterbringung der Tiere genutzt. Tierschützer kritisieren die Haltung der ehemals fünf Casselly-Elefanten bereits seit langem wegen tierquälerischer Dressurmethoden sowie körperlicher Schäden und Verhaltensstörungen, an denen die Tiere im Zirkus leiden, so der Verein. Auch die Show von Dompteur und Akrobat Casselly Jr. sei umstritten, da er die Elefanten als lebende Turngeräte für seine Akrobatik-Nummern benutzt.

Die Zirkusfamilie wird regelmäßig auch von deutschen Zirkussen gebucht, unter anderem für Weihnachtszirkusse in Offenburg, Stuttgart und Reutlingen. Auch auf dem Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo trat der Zirkus auf. Erst nach Medienberichten in Ungarn bestätigte Casselly Jr. den Tod der Elefanten über seine Social-Media-Kanäle: Man habe keine Kraft gehabt, früher zu berichten; die Elefanten seien wie Familienmitglieder gewesen. „So würdelos und unmenschlich geht man nicht mit Familienmitgliedern um", kommentiert Freyer von Pro Wildlife den Social-Media-Beitrag des Ninja-Warrior-Stars.