Hannover/Plauen (dpa) l Im sächsischen Vogtland hat die Erde erneut und noch stärker gebebt. Es seien am Samstagvormittag sogenannte Schwarmbeben mit einer Stärke von 3,3 registriert worden, sagte Thomas Plenefisch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Das sei der höchste Wert seit dem erneuten Einsetzen der Beben seit zwei Tagen. Die Beben seien von den Menschen dort registriert worden.

Am Donnerstag war eine Stärke von 2,9 gemessen worden. Erdbebenschwärme sind für die Region Vogtland und Nordwest-Böhmen typisch und treten dort schon seit Jahrhunderten auf. Zentrales Merkmal der Erschütterungen, die mit einem Knall und Grummeln einhergehen können, sei die große Anzahl von Beben ähnlicher Stärke innerhalb kurzer Zeit und nahezu am selben Ort, sagte Plenefisch.

Seismisch aktivste Regionen

Aktuell lag das Epizentrum wieder auf tschechischem Gebiet zwischen Luby und Novy Kostel, sagte Plenefisch. Die Region Vogtland/Nordwest-Böhmen gehört gemeinsam mit dem Oberrheingraben, der Niederrheinischen Bucht und der Schwäbischen Alb zu den seismisch aktivsten Regionen Deutschlands. Ab Stärke 5 kann es gefährlich werden.