Berlin l Die kürzlich erschienene Umfrage des Freizeit-Monitors deckte auf, was viele Menschen schon ahnten: Vor allem Medien nehmen mittlerweile einen Großteil der Freizeit ein. So fällt es den Deutschen zunehmend schwerer, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Schuld sind die unzähligen Möglichkeiten, die mit der Digitalisierung einhergehen. Demzufolge würden sieben bis neun von zehn Freizeitaktivitäten von Fernsehen, Radio hören, Telefonieren oder Smartphone-Nutzung geprägt sein.

Viele junge Menschen verbringen nahezu ihre gesamte Freizeit vor dem Bildschirm. Von einem leidenschaftlichen Computerspieler erzählt nun ein Spielfilm auf Arte.

Fremde Welten und faszinierende, vielseitige Figuren stecken in vielen Computerspielen. Was aber einem jungen Spieler passiert, dessen Rechner eines Tages gehackt wird, zeigte der Film «Offline. Das Leben ist kein Bonuslevel» auf Arte.

Der 17-Jährige hat sich unter seinem Hochbett eine richtige Spiellandschaft am Computer aufgebaut, wo er um das «Amulett der Eiseskälte» spielt, in der «Schlacht um Utgard». So eine Spiel-Session kann schon mal mehrere Stunden dauern - da helfen dann labberige Toastscheiben gegen den Hunger oder Urinbeutel für den Harndrang. Das Nahen der ebenso lästigen wie zudem meist singenden Mutter Elsa wird sowieso per Kamera überwacht.

Es kommt, wie es kommen muss: Eines Tages wird Jans Computer gehackt, denn irgendjemand muss - gewollt oder ungewollt - sein Passwort ausgeplappert haben. «Ich hab’ alles verloren», stammelt der entsetzte Spieler daraufhin nur, denn offline zu sein geht natürlich gar nicht. Auch PC und das Handy funktionieren nicht mehr, sogar sein Konto ist gesperrt.

Seine Spielpartnerin steht ihm jetzt mit ungewöhnlichen Aktionen zur Seite. Gemeinsam kommen sie dahinter, wer hinter den Intrigen steckt, und machen sich auf die Suche nach dem Spieler in der realen Welt.

Diese ständige Vermischung von echter und virtueller Welt ist ebenso faszinierend wie verwirrend. Dennoch verlieren sich viele junge Erwachsene und auch Kinder in der digitalen Welt: Das Smartphone als ständiger Begleiter, immer ein Auge auf dem Telefon, während der Gesprächspartner weiterredet. Die Devise für die Zukunft lautet: Aufpassen und auf die (eigenen) Bedürfnisse achten.