Köln (dpa) | Ex-Fußballprofi Lothar Matthäus (58) ist froh, dass es in seinen jungen Jahren keine Computerspiele gab. Sonst wäre er vermutlich zum "Zocker" geworden und hätte nächtelang durchgespielt, sagte Matthäus am Dienstag bei der Kölner Messe Gamescom. Um gut zu sein am Computer oder an der Konsole, müsse man nun mal viel Zeit investieren. Auch heute spiele er nicht. "Ich schütze mich ein bisschen, weil ich weiß, wie ich bin: Ich bin ehrgeizig." Seine Kinder hätten im Teenie-Alter mitunter gezockt, "bis man morgens um vier den Stecker gezogen hat".

Bei der weltgrößten Messe für Computer- und Videospiele bewarb der Rekord-Nationalspieler "Football, Tactics and Glory", ein Strategie und Managerspiel mit Sportszenen. Das habe er zwar nur einmal gespielt, finde es aber gut. "Da habe ich mich ein bisschen wiedergesehen als Spieler, Trainer und Stratege", sagte der frühere Profisportler, der nach seiner aktiven Karriere Fußballtrainer war und inzwischen als Experte im Fernsehen auftritt.

Bleibt Games fern

Künftig wird Matthäus das von ihm beworbene Game aber wohl nicht privat spielen. Als Fußballer habe er sehr ehrgeizig trainiert, "das würde hier genauso sein", sagte er. Auch hier würde er "Glory" wollen, also Erfolg. Und das wäre nach Darstellung von Matthäus in seinem Fall zu zeitaufwendig.