Passau (dpa) l Auch wenn der Genderstern zunehmend verwendet wird – in das Regelwerk der deutschen Sprache wird er vorerst nicht einziehen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat sich bei seiner Tagung am Freitag in Passau einstimmig dafür ausgesprochen, den Sprachgebrauch zunächst weiter zu beobachten.

„Die Erprobungsphase verschiedener Bezeichnungen des dritten Geschlechts verläuft in den Ländern des deutschen Sprachraums unterschiedlich schnell und intensiv“, sagte Vorsitzender Josef Lange. Sie soll nicht durch vorzeitige Empfehlungen und Festlegungen des Rats beeinflusst werden, wie das Gremium befand.