London (dpa) l Zwei Gemeinsamkeiten haben der Brexit und das nächste royale Baby. Auf beides warten die Briten derzeit, und niemand weiß, wann es passiert. Allerdings sind die Briten von der Aussicht auf Nachwuchs bei Queen-Enkel Prinz Harry (34) und seiner Frau Meghan (37) längst nicht so genervt wie vom ewigen Hin und Her um den EU-Austritt ihres Landes.

Wann und wo

Einen genauen Geburtstermin hat der Palast nie genannt. Klar ist: Lange kann es nicht mehr dauern. Alle rechnen noch für den April oder Anfang Mai mit der Geburt von „Baby Sussex“, wie es britische Medien nennen. Zu den Geburtsvorbereitungen gibt sich der Palast zugeknöpft. Harry und Meghan – offiziell Herzog und Herzogin von Sussex – hätten „die persönliche Entscheidung getroffen, die Pläne rund um die Geburt privat zu halten“, teilte der Buckingham-Palast mit.

Harrys Schwägerin Kate brachte ihre drei Kinder im privaten Lindo-Flügel des Londoner St. Mary‘s Hospital zur Welt. Besonders privat ging es davor allerdings nicht zu, kurz nach der Geburt präsentierten die stolzen Eltern den Nachwuchs an der Krankenhaus-tür.

Bilder

Es gilt als unwahrscheinlich, dass auch Meghan ihr Baby dort bekommen will. Die werdenden Eltern wohnen inzwischen im Frogmore-Cottage in Windsor, außerhalb Londons und fast eine Stunde Autofahrt von der Klinik entfernt. Britische Medien munkeln, dass Meghan sich eine Hausgeburt wünschen könnte. Experten glauben aber, dass eine Geburt in den eigenen vier Wänden für eine 37 Jahre alte Mutter und ein Baby mit königlichem Blut zu riskant sein dürfte.

Name und Titel

George (5), Charlotte (3) und Louis (bald 1) – die drei Kinder von Kate und William – sind Prinzen und Prinzessin. Ob auch das Baby von Harry und Meghan diesen Titel oder auch den einer königlichen Hoheit tragen wird, weiß man noch nicht. Denn es ist kompliziert: Nach einer alten Regel soll nur ein begrenzter Teil der Nachkommen Prinz oder Prinzessin werden, die Queen kann ihren Nachfahren diese Titel aber geben. Beispielsweise die Kinder von Prinz Edward tragen die Titel Viscount Severn und Lady.

Den Namen des Babys wird die Öffentlichkeit traditionell erst eine Weile nach der Geburt erfahren. Experte Hanson mutmaßt, dass er wegen Meghans US-amerikanischer Herkunft „typisch amerikanisch“ werden könnte.

Die Thronfolge

Das Baby wird Platz sieben in der britische Thronfolge einnehmen – direkt hinter Vater Harry. Auf Platz eins ist Prinz Charles (70), es folgt sein Sohn William (36). Auf den Plätzen drei, vier und fünf kommen dessen Kinder. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass das Baby sich irgendwann auf dem britischen Thron wiederfindet.Das kann aber auch ein Vorteil sein. Papa Harry hat sich als Zweitgeborener jahrelang viel mehr rausgenommen als sein großer Bruder William, die Öffentlichkeit verzieh ihm Alkohol- und Cannabisgeschichten, Prügelattacken und bizarre Partyauftritte.

Spenden statt Geschenke

Das Baby von Harry und Meghan wird – wie sagt man so schön – mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Geschenke von Fans braucht es nicht. Wie schon zur Hochzeit haben sich Harry und Meghan stattdessen Spenden an ausgesuchte Wohltätigkeitsorganisationen gewünscht.

Die liebe Familie

William und Harry sind wohl der Briten liebstes Duo. Auch als William Kate heiratete, wirkte die junge Generation im Königshaus vertraut und freundschaftlich. Mit Meghans Einzug soll sich das Verhältnis aber abgekühlt haben. Gerüchte halten sich hartnäckig, dass die beiden Frauen sich nicht allzu gut verstehen.

Zuerst wohnten beide Paare quasi Tür an Tür auf dem Gelände des Kensington-Palasts, sie teilten sich auch einen Account bei Instagram. Beides änderte sich zuletzt. Harry und Meghan zogen ins eigene Heim, und sie bekamen jüngst auch ihren eigenen Instagram-Account

Viele Medien rechnen damit, dass Meghans Mutter Doria Ragland anreisen wird, um ihre Tochter zu unterstützen. Meghan und sie haben ein sehr gutes Verhältnis. Einen seiner Großväter wird das Baby dagegen nicht so schnell kennenlernen. Meghans Vater Thomas Markle fehlte schon bei der Hochzeit.