Wiesbaden (dpa) l Im Kampf gegen organisierte Kriminalität zahlt sich nach den Worten von BKA-Präsident Holger Münch die engere Zusammenarbeit von Länderpolizeien und Bundeskriminalamt aus. Dies zeige sich beispielsweise daran, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland zuletzt rückläufig war.

Eigentumsdelikte rangieren bei den Delikten der organisierten Kriminalität nach Drogengeschäften auf dem zweiten Platz. Die Zahl der Fälle von Wohnungseinbruchsdiebstahl war 2017 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent gesunken.

Brennpunkte der Kriminalität

Bund und Länder identifizierten seit einigen Jahren gemeinsam mit dem Zoll aktuelle Brennpunkte der Kriminalität, erläuterte Münch am Mittwoch in Wiesbaden. Bei den Ermittlungen arbeiteten die Fahnder dann länderübergreifend zusammen.

Die Bedrohung in Deutschland durch die organisierte Kriminalität (OK) ist laut BKA-Chef ungebrochen hoch. Im Jahr 2017 habe das Bundeskriminalamt 572 OK-Verfahren bearbeitet, neun mehr als im Vorjahr. Kriminelle agierten stärker in Netzwerken, sagte Münch mit Blick auf Wohnungseinbrüche strukturierter Gruppen. "Da kommt die organisierte Kriminalität an der Haustür an."

Das Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2017 kann auf der Webseite des Bundeskriminalamtes als PDF heruntergeladen werden.