Washington l Da steht sie nun: geschnitzt aus einer Linde, auf einem efeubewachsenen Sockel, die hölzerne Hand zum Gruß erhoben. Der aus Slowenien stammenden US-Präsidentengattin Trump ist in der Nähe ihres Heimatorts ein Denkmal gesetzt worden. Das Werk ist eine Schöpfung des amerikanischen Streetart-Künsters Brad Downey. Das Echo auf die lebensgroße Statue? Wenig schmeichelhaft. Manch einer fühlt sich erinnert an eine Vogelscheuche. Andere hämen über „Schlumpfine“. Denn der hölzerne Körper wird umhüllt von einem himmelblauen Kleid. Einem, wie es Melania bei der Amtseinführung von Donald Trump getragen hat.

Egal, über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Die hölzerne Melania dürfte jedenfalls Touristen ins verschlafene Städtchen Sevnica locken. Die Bewohner profitieren sowieso von der First Lady. Es gibt Melania-Kuchen, Melania-Honig, sogar Melania-Pantoffeln. Geschäftstüchtig sind sie, die Slowenen. Und manche, wie Melanie, schaffen es nach ganz oben. Damit hat sie sich nun wirklich ein Denkmal verdient, oder?