Berlin (dpa) l Die Macher der RTL-Musikshow "I Can See Your Voice" haben sich gegen Kritik verteidigt, man gehe zu leichtsinnig mit der Gefahr durch das Corona-Virus um. Viele Zuschauer, die die Sendung am heimischen Bildschirm verfolgt hatten, hatten in sozialen Netzwerken ihr Unverständnis geäußert.

Dabei ging es in erster Linie um den Abstand innerhalb des Saalpublikums und um die Frage, warum keiner im Studio während der Show mit einer Maske zu sehen gewesen sei. Viele stellten die Frage, wer die Veranstaltung in der Form genehmigt hat.

Auf "rtl.de" versicherte ein Sprecher der zuständigen Produktionsfirma Tresor, dass die Corona-Regeln zu jeder Zeit eingehalten worden seien: "Zu unserem Produktionszeitpunkt durften maximal 150 Leute zusammensitzen, solange die Rückverfolgbarkeit gegeben war. Während des Check-ins und dem Einlass mussten jederzeit 1,5 Meter Abstand gehalten werden und es gab Maskenpflicht im Foyer." "rtl.de" listete noch mehr Sicherheitsvorkehrungen auf. Auch "bild.de" berichtete.

"I Can See Your Voice", eine Show nach südkoreanischem Vorbild, hatte am Dienstagabend bei RTL ihre Premiere gehabt. Das Konzept der Sendung: Ein Rateteam aus Judith Rakers, Evelyn Burdecki, Tim Mälzer, Jorge González und Thomas Hermanns versucht herauszufinden, ob Kandidaten wirklich singen können oder nur bluffen. Die Stimme des Auftretenden bekommen sie dabei zunächst nicht zu hören.

Zum Auftakt erzielte "I Can See Your Voice" eine gute Einschaltquote. 2,14 Millionen (7,9 Prozent) waren am Bildschirm dabei. In der für den Privatsender besonders wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war es mit 13,1 Prozent die stärkste Primetime-Sendung.