Hamburg (dpa) l Die Hamburger Polizei hat eine Party im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg aufgelöst, bei der mehr als 30 Menschen seit möglicherweise zwei Tagen zusammen gefeiert haben. Passanten hatten das in der Pandemie illegale Zusammentreffen in einer Halle am späten Samstagabend gemeldet, wie ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen berichtete. Vor Ort hörten die Beamten laute Musik aus dem Gebäude. Auf Klopfen reagierten die Feiernden jedoch nicht, sodass die Polizisten zunächst nicht hineinkamen. Schließlich erreichten sie den Verantwortlichen per Telefon und forderten ihn auf, die Tür zu öffnen.

In der Halle trafen die Einsatzkräfte auf 33 Menschen, wie der Sprecher weiter sagte. Zum Anlass der Feier konnte er zunächst keine Angaben machen. Um die Feierwütigen herum waren Brettspiele und Tischkicker aufgebaut. Hinweise auf illegales Glücksspiel gab es jedoch nicht.

Einer der Partygäste berichtete, die Feier laufe bereits seit zwei Tagen. Inwiefern dies der Wahrheit entsprach, konnte allerdings zunächst nicht überprüft werden. Gegen den Veranstalter und alle Partygäste wurden nach Angaben des Sprechers Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Auf sie kommen Bußgelder zu. Zuvor hatte NDR 90,3 über die Party berichtet.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind derartige Versammlungen in Hamburg aktuell nicht erlaubt. Auch Restaurants, Bars und Kneipen müssen geschlossen sein. In den vergangenen Tagen hatte die Hamburger Polizei bereits Shisha-Runden in den Stadtteilen Wandsbek und Hamm auflösen müssen. Auch in diesen Fällen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.