Hamburg (dpa) l Singles haben laut einer neuen Studie weniger Sex als fest liierte Paare. Das ist zumindest das Ergebnis einer groß angelegten Studie zur Gesundheit und Sexualität der Deutschen, die Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) am Mittwoch (23. September) in Hamburg vorgestellt haben.

Menschen, die nicht in einer festen Partnerschaft leben, gaben deutlich häufiger an, in den vergangenen vier Wochen keinen Sex gehabt zu haben (77 Prozent). Im Gegensatz dazu gaben nur 20 Prozent der fest Liierten an, in den vergangenen vier Wochen keinen Sex gehabt zu haben.

"Die meisten Deutschen sind in ihren partnerschaftlichen und sexuellen Beziehungen zufrieden", sagte Prof. Peer Briken, Direktor des Instituts für Sexualforschung des UKE. Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren haben laut der Studie etwa fünf Mal pro Monat Sex, die 36- bis 55-Jährigen etwa vier Mal im Monat. Die deutlich am häufigsten genannten heterosexuellen Praktiken sind der vaginale Geschlechtsverkehr und der Oralverkehr.

5000 Menschen befragt

Zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Kantar und mit Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben die Forscher zwischen Oktober 2018 und September 2019 knapp 5000 Menschen im Alter von 18 bis 75 Jahren zu sexualbezogenen Themen wie Liebe und Partnerschaft, sexuelle Lust und sexuell übertragbare Infektionen befragt.