Magdeburg l Kartoffelsalat an Heiligabend, Plätzchen backen im Dezember oder die Kerzen auf dem Adventskranz anzünden: In Deutschland gibt es zahlreiche bekannte Bräuche. Doch welche Besonderheiten gibt es in der Weihnachtszeit in Ländern wie Japen, Norwegen oder Finnland? Eine kleine Reise zu den Weihnachtsbräuchen dieser Welt.

Schweden - Fernseh-Pflicht mit Donald Duck

Während sich die Deutschen auf "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" oder "Pippi Langstrumpf" freuen, kommt die schwedische Familie vor dem Fernseher zusammenm, um "Donald Duck" zu gucken - und zwar pünktlich um 15 Uhr. Seit 1960 wird die einstündige Sendung jährlich an Weihnachten gezeigt. Und bevor der Weihnachtsmann kommt, wird singend um den Baum getanzt.

Island - Kartoffeln zum Fest für böse Kinder

Die isländischen Weihnachtsmänner (Jólasveinar) -13 an der Zahl - bringen den Kindern die Geschenke. Einer nach dem anderen kommt täglich ab dem 12. Dezember vorbei, Kinder stellen dann ihre Schuhe ans Fenster. Geschenke gibt es aber nur, wenn sie lieb waren - ansonsten müssen sie mit alten Kartoffeln rechnen.

Japan: Fast Food-Festmenü

Während die Deutschen aber großen Wert auf ihr traditionelles Weihnachtsessen legen, darf in Japan der Gang zu einer bestimmten Fastfood-Kette nicht fehlen: Um dort Hühnchen zu essen. Oftmals stehen die Japaner schon am Vormittag in langen Schlangen, um sich ihr vorbestelltes Weihnachtsmenü abzuholen. Schuld daran ist ein Werbespot aus dem Jahr 1974.

Finnland: Erst in die Sauna, dann die Abkühlung

Mit ihrer Familie und den Geistern der Verstorbenen gehen Finnen an Weihnachten in die Sauna, worauf die Abkühlung im Schnee oder einem Eisloch erfolgt - nackt, versteht sich. Früher dachten die Finnen, dass die verstorbenen Angehörigen ebenfalls in die Weihnachtssauna kommen.

Irland: Klippensprung für den guten Zweck

In Irland wird es am 25. Dezember erfrischend. An den Festtagen springen Iren von einer Klippe oder in einen See. Besonders beliebt dabei ist der  Forty Foot Strand in Glenageary bei Dun Laoghaire, einige Kilometer südlich von Dublin. Dabei steht entweder der Spaß oder der gute Zweck im Vordergrund. Minusgrade sind dabei Nebensache.

Norwegen: Keine Hexen erwünscht

In Norwegen ist die Angst vor Hexen an Weihnachten weit verbreitet - deswegen werden alle Besen aus den Wohnungen und Häusern verbannt. Menschen bauen sich sogar einen Stuhl (Lucia-Stuhl), um ihn sofort dann zu verbrennen, sollten sie eine Hexe sehen. Dieser Brauch soll im nächsten Jahr vor Hexen schützen.