Washington l Rudolph "Rudy" Giuliani war mal Bürgermeister von New York, jetzt ist er der neue Cybersecurity-Berater von US-Präsident Donald Trump. Der Haken daran: Giuliani versteht offenbar nichts von sozialen Netzwerken.

Diese Annahme beruht auf einem einfachen Fehler in einem seiner Tweet: Dort vergaß Giuliani das Leerzeichen am Satzende. Daraus zog Kurtznachrichtendienst Twitter den Schluss, dass das folgende Wort "In" zu einer Internetseite gehört - in diesem Falle wäre die Abkürzung dem Land Indien zuzuschreiben. Daraus wurde "for G-20.In July" und die Webadresse "for G-20.In". Die Seite existierte jedoch nicht und der Link führte in die Leere - allerdings nicht besonders lange.

Ein Internetnutzer kaufte die Domain und hinterließ dort den Satz: "Donald J. Trump is a traitor to our country" ("Donald J. Trump ist ein Verräter unseres Landes")". Der Link wurde massenhaft im Internet verbreitet, die Leute feierten die Aktion. Die Seite ist bislang immer noch online.

Giulianios selbst fand das alles andere als witzig. Nach sechs Tagen reagierte er darauf mit blanker Wut: Twitter habe es mit einer "widerlichen" Botschaft erlaubt, das Amt des Präsidenten zu verschmutzen. Doch auch dort vergaß er das Leerzeichen erneut - ohne, dasss dieses Mal ein Link daraus wurde. Twitter hatte "Helsinki.Either" nicht als Domain zugeordnet.

Gleichgültiger Trump

Donald Trump kriegt davon derweil wenig mit: Er folgt seinem eigenen Berater auf Twitter nicht einmal.