Offenbach (dpa) l Nach dem wechselhaften Wetter der vergangenen Wochen rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die nächsten Tage mit einer längeren Hitzewelle, die in Teilen Deutschlands durchaus zum historischen Wetterereignis werden könnte. "Nach unseren Vorhersagen wird am Mittwoch (5. August) im Rheinland die 30-Grad-Marke überschritten – und das bleibt voraussichtlich auch so bis zum 13. August", sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich der Deutschen Presse-Agentur.

Zumindest im Rheinland könne es dann neun heiße Tage mit 30 Grad und mehr hintereinander geben – ohne zwischenzeitliche Abkühlung. Es sei dort sogar möglich, dass das Thermometer an sechs Tagen in Folge auf 35 Grad steigt.

Waldbrandgefahr steigt

Ähnlich heiß wird es der Vorhersage zufolge in der Rhein-Main-Region. Für Frankfurt rechnen die Meteorologen von Samstag bis zum folgenden Freitag mit sechs Tropennächsten in Folge, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. "Das wird eine extreme Belastung", warnte der DWD-Sprecher. Es werde voraussichtlich an vielen Orten zu Hitzewarnungen kommen.

Die ungewöhnlich lange Hitzewelle sei zudem durch Trockenheit geprägt - mit massiven Folgen für die Natur. "Die extreme Dürre in der Mitte Deutschlands droht sich zu verschlimmern, die Waldbrandgefahr steigt noch weiter." Außer einigen Hitzegewittern sei nicht mit Niederschlägen zu rechnen.