Washington (dpa) l Der prominente republikanische Senator aus dem US-Bundesstaat Texas, Ted Cruz, hat mit einem Urlaubstrip während der heftigen Winterwetter-Krise in seiner Heimat heftige Kritik auf sich gezogen. Cruz sei am Mittwoch (Ortszeit) mit seiner Familie zu einer Urlaubsreise nach Cancun in Mexiko aufgebrochen – das berichteten mehrere US-Medien, darunter der Sender Fox News und die "New York Times", am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte "informierte" Personen.

Die "New York Times" zitierte auch die Polizei am Flughafen von Houston, die nach eigenen Angaben von Cruz' Büro um "Unterstützung" am Airport gebeten wurde. In sozialen Medien kursierten Bilder von Cruz am Flughafen und an Bord eines Flugzeuges – ohne dass zweifelsfrei daraus hervorging, wann diese aufgenommen wurden.

Empörung im Netz

Die Fotos verbreiteten sich jedoch schnell und lösten im Internet große Empörung aus. Cruz wurde vorgeworfen, die Menschen und Wähler in seinem Heimat-Bundesstaat inmitten großer Not alleine zu lassen, um sich selbst in der Sonne zu amüsieren. Die Demokraten in Texas riefen Cruz per Tweet zum Rücktritt auf.

Texas hat seit mehreren Tagen mit einem heftigen Wintereinbruch zu kämpfen. Zeitweise waren Millionen Haushalte in dem Bundesstaat ohne Strom. Die "New York Times" schrieb, Cruz wolle noch im Laufe des Donnerstags (Ortszeit) nach Texas zurückkehren. Eine offizielle Stellungnahme von ihm oder seinem Büro gab es zunächst nicht.

Cruz war Präsidentschaftsbewerber seiner Partei für die Wahl 2016. Später tat er sich als loyaler Verbündeter des inzwischen abgewählten republikanischen Präsidenten Donald Trump hervor.