Sangerhausen l Der Fahrradbauer Mifa wird nach Informationen der Volksstimme sein neues Werk in Sangerhausen bauen. Der Stadtrat der Kreisstadt im Landkreises Mansfeld-Südharz stimmte dem Neubau auf einem Grundstück nahe des Autobahndreiecks Südharz am Donnerstagabend zu. „Die Standortfrage ist damit geklärt“, sagte Mifa-Eigentümer Heinrich von Nathusius am Freitag der Volksstimme. Bereits im Januar soll mit dem Bau der rund 18 Millionen Euro teuren Produktionsstätte begonnen werden, sagte von Nathusius. Im April hatte Mifa angekündigt seinen Standort in der Innenstadt aus Kostengründen verlagern zu wollen. Für den Bau des neuen Werks der Fahrradschmiede Mifa wird Eigner Heinrich von Nathusius auch auf Fördermittel des Landes zurückgreifen. „Einen entsprechenden Antrag haben wir eingereicht“, bestätigte er der Volksstimme. Über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) kann von Nathusius 15 Prozent der Investitionssumme subventionieren lassen.

Die Standortsuche hat länger als acht Monate gedauert. Doch jetzt könnte es ganz schnell gehen: „Eine Baugenehmigung ist auf dem Weg und könnte noch vor Weihnachten vorliegen“, so von Nathusius. Im April hatte er verkündet, einen neuen Standort zu suchen. Damals hatte ein regelrechtes Buhlen um Mifa eingesetzt. Neben Sangerhausen hatte auch die benachbarte Lutherstadt Eisleben die Fühler ausgestreckt. Nathusius hatte im Dezember 2014 Mifa aus der Insolvenz heraus übernommen und 650 Angestellte vor der Arbeitslosigkeit bewahrt.