Haldensleben l Wie geht es weiter beim Automobilzulieferer Ifa in Haldensleben? Am Mittwoch war die Meldung von einem möglichen Verkauf des Gelenkwellen-Herstellers verbreitet worden. „In der Belegschaft gibt es eine massive Verunsicherung“, sagte der Ifa-Betriebsratsvorsitzende Henning Raguschke am Donnerstag. Ifa beschäftigt in Haldensleben knapp 2000 Mitarbeiter.

Bereits seit längerem würden im Unternehmen Verkaufsgerüchte kursieren, sagte Raguschke. Doch die Geschäftsführung habe dies bisher abgestritten.

In der Kreisverwaltung wurde man von der Nachricht völlig überrascht. „Ich würde es sehr bedauern, wenn es so käme“, sagte Landrat Hans Walker (CDU). Man habe allerdings bisher weder eine offizielle Bestätigung noch ein Dementi. „Am meisten läge mir am Herzen, dass keine weiteren Arbeitsplätze wegbrechen“, ergänzte Walker.

Informationen zu Verkaufsplänen

Auch das Landes-Wirtschaftsministerium, welches sich seit Mittwochabend um belastbare Informationen zu den mutmaßlichen Verkaufsplänen bemüht, stochert im Nebel. „Wir beißen uns die Zähne aus“, sagte ein Sprecher.

Ebenfalls ins Leere liefen alle Volksstimme-Bemühungen, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Firmenleitung ist abgetaucht. Die Pressesprecherin reagiert nicht einmal auf Anfragen.

Seit längerem halten sich Gerüchte, dass ein chinesischer Investor bei Ifa einsteigen könnte. Asiatische Delegationen haben den Firmensitz in Haldensleben besucht und sich umgesehen. Erzählt wird jetzt, Chinesen würden das Unternehmen analysieren und bewerten. Ifa hatte kürzlich angekündigt, sein China-Geschäft ausbauen zu wollen.

Kommentar "Krisenmanagement ist miserabel" zum Thema.