Magdeburg l Im Wettbewerb um Privat- und Firmenkunden erhöht die Commerzbank Magdeburg das Tempo bei der Digitalisierung. Seit Jahresbeginn hat die Bank den Service erneut erweitert. So können Geschäftskunden mit dem „Cash Radar“ Liquiditätsprognosen für ihre Firma abrufen. Neu ist auch eine Online-Plattform zur Firmennachfolge. „Angesichts der Tatsache, dass in 40 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in den nächsten fünf Jahren die Nachfolge ansteht, wollten wir handeln“, sagt Niederlassungsleiter Thomas Luda. Mit der Plattform will die Bank Inhaber und Interessenten zusammenbringen und so den Bestand kleiner und mittelständischer Firmen sichern helfen.

Die Maßnahmen reihen sich ein in die Gesamtstrategie „Commerzbank 4.0“. Auf einem Digital Campus in Frankfurt/Main tüfteln derzeit fast 1000 Mitarbeiter an kundenfreundlichen Online-Angeboten und Handy-Apps für die Bank. Bereits 2016 brachten die Entwickler eine Smartphone-App zur Bausparfinanzierung heraus. Mit wenigen Daten erhält der Kunde einen Finanzierungsvorschlag für seine Wunschimmobilie, sagte Luda. Auch das Geldhaus selbst will mit Hilfe der Digitalisierung effizienter werden.

„Bis 2020 wollen wir 80 Prozent unserer internen Vorgänge digital abwickeln“, sagte Sprecherin Sabine Schanzmann-Wey. Dabei liege die Bank mit aktuell 50 Prozent bereits gut im Rennen. Die Commerzbank Magdeburg betreut im nördlichen Sachsen-Anhalt rund 113.000 Privatkunden – im Vergleich zum Vorjahr legte das Haus damit um 3240 Kunden oder fast drei Prozent zu. Auch bei den Firmenkunden konnte sich die Bank steigern. Ihre Zahl stieg um 60, sagte Stefan Abt, Leiter des Firmenkundengeschäfts.

Die Bank betreibt im Geschäftsgebiet 11 Filialen mit 120 Mitarbeitern. An den Standorten halte man fest, so Luda. Perspektivisch kündigte er Investitionen in einzelne Häuser an.