Leuna l Mehr als 50 Millionen Euro investierte die InfraLeuna im Jahr 2019 um die Infrastruktur des Chemiestandortes Leuna instand zu halten und zu erweitern. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um den angesiedelten Unternehmen weiteres Wachstum zu ermöglichen.

In Leuna wird derzeit so viel gebaut wie seit Jahren nicht mehr. Viele Chemieunternehmen investieren in neue Anlagen oder in Anlagenerweiterungen. Insgesamt werden derzeit Investitionen in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro realisiert. Beispielsweise hatte das französische Mineralölunternehmen Total angekündigt, 300 Millionen Euro in seine Raffinerie in Leuna zu investieren. Ebenso entwickelt sich der Chemiestandort Leuna zum europäischen Zentrum für die Wasserstoff-Verflüssigung.

Derzeit errichtet die Linde am Standort einen zweiten Wasserstoff-Verflüssiger, der 2021 in Betrieb gehen soll. Für neue Investoren ist Leuna sehr attraktiv. So ist aktuell eine Anlage zur Herstellung von Cannabis für medizinische Zwecke durch die Firma Aurora Deutschland GmbH in Bau. Zudem laufen weitere vielversprechende Gespräche mit potenziellen Ansiedlern, etwa aus Finnland.

InfraLeuna selbst bietet den Angaben zufolge als Betreiber des rund 1300 Hektar großen Areals Firmen in einem Verbundsystem umfassende Serviceleistungen für die Chemische Industrie an. Dazu gehören die Energie- und Wasserversorgung, die Nutzung der Infrastruktur wie Rohrleitungen, Straßen oder das Schienennetz, die Abwasserbehandlung, Werkschutz, Werkfeuerwehr und vieles mehr.

 „Damit können sich die Chemiefirmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Unsere Infrastrukturen verbinden die verschiedenen Unternehmen und gewährleisten die Synergien der Verbundwirtschaft", erklärte Christof Günther, der Geschäftsführer der InfraLeuna."

Infrastruktur modernisieren und ausbauen

In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 200 Millionen Euro aufgewendet, um die Infrastruktur am Standort zu modernisieren und auszubauen. Über 100 Unternehmen aus 10 Nationen sind in dem Industriepark ansässig. Mehr als 10.000 Menschen arbeiten in Leuna. Zwölf Millionen Tonnen Güter werden im Jahr am Standort hergestellt. Dazu gehören chemische Grundstoffe, Spezialprodukte oder auch Kraftstoffe wie Benzin und Diesel in der Raffinerie.

Leuna ist flächenmäßig der größte integrierte Chemiestandort in Deutschland Der Chemiestandort Leuna gehört zu den größten Arbeitgebern in der ostdeutschen Chemie.