Osterweddingen l Immer mehr Briefe und Pakete kommen auf leisen Sohlen in die Haushalte – per StreetScooter. Die Deutsche Post DHL hat in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule in Aachen ein eigenes, zukunftsweisendes Elektroauto entwickelt. 187 dieser nahezu lautlosen und umweltfreundlichen gelben „Flitzer“, die bis zu 90 Stundenkilometer schnell sein können, sind in Sachsen-Anhalt unterwegs.

„Als Weltkonzern wollen und müssen wir auch unserer Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen gerecht werden. Zum Beispiel, indem wir nach umweltfreundlicheren Alternativen bei der Zustellung von Paketen und Briefen suchen“, erklärte Niederlassungsleiter Ingo Kutsch bei der Vorstellung des Street-Scooter im Rahmen eines Besuches der Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne (SPD), in Osterweddingen.

Audi und VW staunen

Bis zum Jahr 2025, so die ehrgeizige Zielstellung des Unternehmens, wolle man die eigene Zustellung und Abholung „bis zu 70 Prozent mit sauberen und emissionsfreien Systemen durchführen“, erklärte Kutsch und verwies darauf, dass die Deutsche Post bei der Entwicklung von elektrobetriebenen Nutzfahrzeugen die Nase vorn habe. „Sogar Audi oder VW staunen, wie weit wir sind und dass wir über den Eigenbedarf hinaus inzwischen auch auf Bestellung Fahrzeuge produzieren, die dem speziellen Bedarf des Kunden angepasst werden.“ Aufgrund der kleineren Ladekapazität werden die DHL-Zusteller vorwiegend im ländlichen Raum mit den Elektroautos unterwegs sein.

Auch in der Mediengruppe Magdeburg kommen Elektro-Flitzer zum Einsatz. Die „Paxster“, eine Marke aus Norwegen, werden bei der Post- und Zeitungszustellung in Magdeburg eingesetzt. Jeder Flitzer wird von einem Elektromotor angetrieben, er kann 45 Kilometer pro Stunde zurücklegen und hat eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern.