Berlin (dpa) l Die aus Wind und Sonne gewonnene Strommenge hat im ersten Halbjahr in Nord- und Ostdeutschland weiter zugenommen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in den ostdeutschen Flächenländern sowie Berlin und Hamburg knapp 21.600 Gigawattstunden (GWh) Windstrom erzeugt, wie aus Daten des Stromnetzbetreibers 50Hertz hervorgeht. Das waren rund 5000 GWh mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Dazu trugen demnach vor allem ein generell höheres Windaufkommen sowie der Bau weiterer Offshore-Anlagen bei. Insbesondere der März war in diesem Jahr besonders stürmisch.

Mit Photovoltaik wurden im selben Zeitraum etwas mehr als 6000 GWh Strom erzeugt – ein leichter Anstieg von 170 GWh im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Daten des Statistischen Bundesamts zufolge hat sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromeinspeisung im ersten Quartal deutlich erhöht. Vor allem aufgrund des stürmischen Frühjahrs lag er bei gut 41 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 35 Prozent gewesen. Der Anteil von Strom aus konventionellen Energieträgern ging dagegen um gut 11 Prozent auf fast 59 Prozent zurück. Die Bundesregierung will einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien an der Stromversorgung erreichen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.