Halle (dpa) l Die Im- und Exporte haben in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr deutlich zugelegt. Die Wirtschaft habe zwischen Januar und Juni Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro exportiert und damit 5,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mit. Zeitgleich seien Waren im Wert von 9,4 Milliarden Euro ins Land geholt worden. Das entspreche einem Plus von 18,1 Prozent. Grundlage für die Zahlen sind die vorläufigen Ergebnisse der Außenhandelsstatistik.

Daraus geht hervor, dass gut 70 Prozent der Ausfuhren an die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gingen. Die wichtigsten Exportländer seien Polen mit Waren im Wert von 0,9 Milliarden Euro (+22,3 Prozent), das Vereinigte Königreich mit 0,7 Milliarden (-6,7 Prozent) und die Tschechische Republik mit 0,6 Milliarden (+40 Prozent). Die Exporte in die USA nahmen den Statistikern zufolge um 10,9 Prozent ab und erreichten im ersten Halbjahr 0,4 Milliarden Euro.

Bei den Einfuhren stammten 51,7 Prozent des Gesamtvolumens der Warenverkehre aus EU-Ländern. Die Russische Föderation führte die Liste der wichtigsten Einfuhrländer mit Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro an. Das entsprach einem Plus von knapp 29 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017. Aus den Niederlanden wurden Waren im Wert von 0,9 Milliarden Euro importiert (+19,5 Prozent), aus China für 0,7 Milliarden (+39,9 Prozent). Aus den USA wurden der Statistik zufolge Waren im Wert von 0,1 Milliarden Euro nach Sachsen-Anhalt gebracht. Das bedeutete einen Zuwachs um 17,7 Prozent.