Magdeburg/Halle l In Halle hat am Donnerstag das zweitägige Innovation Camp "Zukunftskonzepte zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum" begonnen. Mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik stellen sich verschiedenen Challenges, um gemeinsam nachhaltige Lösungsansätze für Probleme unter anderem in den Bereichen Pflege und medizinische Versorgung zu finden. Das Camp wird vom Wirtschaftsministerium und der Universitätsmedizin Halle (Saale) gemeinsam im Rahmen der EU-Initiative "Science Meets Regions" veranstaltet wird. Sachsen-Anhalt will damit eine Vorreiterrolle bei der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum einnehmen.

Hintergrund des Camps ist der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel im Gesundheitssektor. Dies trifft vor allem den ländlichen Raum. "Gerade für diese Regionen brauchen wir Konzepte und Vorhaben mit nationaler und internationaler Leuchtkraft, wie etwa die Entwicklung innovativer technischer Unterstützungssysteme für die Pflege", sagte Staatssekretär Dr. Jürgen Ude.

Das zweitägige Pilotprojekt in Halle ist das einzige deutsche unter insgesamt 23 EU-Pilotvorhaben. Unter anderem sollen für die medizinische Grundversorgung in ländlichen Gebieten, die Digitalisierung in der Pflege oder auch die Integration von internationalen Fachkräften in der Pflege Lösungsansätze gefunden werden. Für dieses Ziel sei es wichtig die Bedürfnisse der Menschen und die strukturellen Gegebenheiten zu beachten, wie Dr. Patrick Jahn vom Universitätsmedizin Halle (Saale) erläuterte. Die von Bürgern und Experten entwickelten Konzepte sollen Impulse für weitere Pläne im Kampf gegen die Folgen des demografischen Wandels bringen.