Magdeburg (dpa) l Ein Förderprogramm, das die Laborausstattungen wirtschaftsnaher Forschungseinrichtungen verbessern will, ist rund ein Jahr nach seinem Start zur Hälfte ausgeschöpft. Seit dem Start von "Sachsen-Anhalt Forschung ausstatten" im Januar 2017 seien 14 Anträge über ein Gesamtvolumen von rund 9,9 Millionen Euro eingegangen, teilte eine Sprecherin der Investitionsbank Sachsen-Anhalt auf Nachfrage in Magdeburg mit. Sieben Vorhaben über ein Volumen von knapp 7,1 Millionen Euro seien bewilligt. Insgesamt stehen 14,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit. Die Förderperiode läuft bis 2020.

"Insbesondere Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Energie, Maschinen- und Anlagenbau sowie Ressourceneffizienz haben Anträge eingereicht", erklärte die Sprecherin. Nachgefragt würden sowohl Laborausstattungen, Geräte und Messtechnik als auch Prüftechnik und spezifische Maschinen und Anlagen. Beispiele seien Magnetfeldtechnik, Oszilloskope sowie eine Elektrospinning-Anlage.

"Die Nachfrage ist gut und aktuell wie geplant", hieß es weiter. Seit Mitte 2017 hätten die Investitionsbank mehr Förderanfragen erreicht. Das Programm "Sachsen-Anhalt Forschung ausstatten" richtet sich gezielt an wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen, die die Kriterien eines kleinen und mittleren Unternehmens erfüllen. Sie sollen weniger als 250 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro haben. Angesprochen werden rechtlich selbstständige, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die keine Gelder aus öffentlichen Haushalten erhalten.