Frankfurt/Main (dpa) l Frauen kommen in den Topetagen deutscher Konzerne einer Studie zufolge nach wie vor nicht richtig voran. Bei einem Vergleich der jeweils 30 größten börsennotierten Unternehmen in Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden und den USA, rangierte Deutschland auf dem letzten Rang, wie aus einer Untersuchung der gemeinnützigen Allbright Stiftung hervorgeht.

Lediglich gut 12 Prozent der Vorstandsmitglieder der 30 Dax-Konzerne seien weiblich (Stand: 1. April). Deutschland befinde sich damit auf einer Stufe wie Indien und die Türkei mit einem Frauen-Anteil von jeweils rund 10 Prozent in der Führungsetage.

Anteil ist doppelt so hoch

In den USA und in Schweden ist der Anteil von Managerinnen im Vorstand den Angaben zufolge jeweils doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Börsenschwergewichte in Großbritannien kommen auf gut 20 Prozent, in Polen sind es 15,5 Prozent und in Frankreich 14,5 Prozent, wie aus der Studie hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zwar seien gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig für einen hohen Frauenanteil im Management. Entscheidend sei aber die Einstellung der Unternehmen. Die USA seien in dem Vergleich das Land mit den schlechtesten Rahmenbedingungen, dennoch nutzten die Unternehmen die weiblichen Ressourcen am konsequentesten.