Die Getec Gruppe im Überblick

In der Getec Gruppe sind unter dem Dach der Muttergesellschaft Getec Energie Holding sechs Tochtergesellschaften vereint. Der Umsatz des Gesamtkonzerns betrug 2015 782,6 Mio. Euro (2014: 698,3). Der Überschuss lag bei 40 Mio. Euro (2014: 33,3). Der Konzernabschluss der Getec Gruppe ist konsolidiert. Geschäfte und Leistungsbeziehungen der Teilkonzerne untereinander werden nicht erfasst.

Getec Heat & Power AG: 337 Mitarbeiter, 254,5 Mio. Euro Umsatz im vergangenen Jahr, 26,5 Mio. Euro Gewinn, Kerngeschäft: Energieversorgungskonzepte für die Industrie.

Getec Energie AG: 370 Mitarbeiter, 441,8 Mio. Euro Umsatz, 6,5 Mio. Euro Gewinn, Kerngeschäft: Energieversorgung, Energievermarktung, Energiehandel.

Getec Net AG: 60 Mitarbeiter, 33,9 Mio. Euro Umsatz, 2,9 Mio. Euro Gewinn, Kerngeschäft: Betrieb von Strom- und Gasnetzen.

Getec Green Energy AG: 21 Mitarbeiter, 32 Mio. Euro Umsatz, 3,2 Mio. Euro Gewinn, Kerngeschäft: Regenerative Energiegewinnung.

Getec Wärme & Effizienz AG: 177 Mitarbeiter, 84,7 Mio. Euro Umsatz, 1,7 Mio. Euro Gewinn, Kerngeschäft: Energieversorgungskonzepte für die Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Nebenkostenoptimierung.

Getec Media AG: 22 Mitarbeiter, 8,1 Mio. Euro Umsatz, 1,1 Mio. Euro Gewinn, Kerngeschäft: Errichtung und Betrieb von Telekommunikations- und Breitbandnetzen, Smart Meetering. (ba)

Magdeburg l Sinkende Preise an den Energiemärkten, das warme Klima sowie Änderungen bei wichtigen gesetzlichen Rahmenbedigungen hätten ein noch besseres Ergebnis verhindert, sagte Gerhold am Donnerstag in Magdeburg. Der Energiedienstleister erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Konzernumsatz von 782,6 Millionen Euro – gut 12 Prozent mehr als noch 2014. Gleichzeitig stieg der Gewinn auf 40 Millionen Euro. „Wir haben uns in einem schwierigen Umfeld behauptet und gut weiterentwickelt. Getec begreift die stark wechselnden Rahmenbedigungen als Chance. Aber für unsere Kunden ist das noch schwieriger. Wir betrachten uns als Lotse durch die Energiewende. Das ist unser Markenzeichen“, erklärte Gerhold.

Vor allem der Staat hatte durch Gesetzes-Änderungen für neue Herausforderungen in den Geschäftsfeldern der Getec Gruppe gesorgt. Erst schraubte die Regierung an der Förderung der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) und strich dabei die Subventionen für die Industrie. Dann überarbeitete die Politik erneut das Eneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und sorgte für Unsicherheit bei den Betreibern von Öko-Kraftwerken. Einige Geschäftsmodelle des Getec Konzerns kamen deshalb auf den Prüfstand. „Wir haben uns nie auf ein Feld festgelegt. Deswegen ist es nicht schlimm, wenn irgendwo eine Tür zugeht. Unsere Stärke ist, dass wir uns an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen“, sagte Gerhold. Getec verbinde das Dienstleistungsportfolio eines Großkonzerns mit der Flexibilität eines Mittelständlers, so der Getec-Gründer.

Auslandsgeschäft soll wachsen

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Konzernchef weiteres Wachstum. Die Umsatz-Milliarde scheint wieder greifbar zu sein. Dafür seien in den zurückliegenden Jahren die Weichen gestellt worden. Gerhold rechnet in diesem Jahr mit einer Umsatzsteigerung von rund 100 Millionen Euro. Auch das internationale Geschäft soll dafür sorgen.

Zuletzt hatte Getec vor vier Jahren an der Milliarde gekratzt. Damals erzielten die Magdeburger rund 941 Millionen Euro Umsatz. Doch dann trennte sich der Konzern von risikoreichen Gashandelsgeschäften in Ungarn und nahm Umsatzeinbußen von rund 200 Millionen Euro in Kauf.