So können Sie sich Ihre Iban besser merken

Die Iban ist eine internationale Bankkontonummer. Sie besteht aus der Bankleitzahl und der bisherigen Kontonummer. Vorgesetzt werden zudem das Länderkürzel DE für Deutschland und eine zweistellige Prüfziffer.

Beispiel:

Bisherige Bankleitzahl:

10110110

Bisherige Kontonummer:

1234123412

Neue Iban:

DE0010110110 1234123412

Der Gießener Mathematikprofessor Albrecht Beutelspacher rät dazu, sich zum Merken der langen Iban-Kontonummern Eselsbrücken auszudenken. „Eine sehr bekannte Methode ist, jeder Ziffer einen Gegenstand zuzuordnen.“

Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele rät, sich die Iban in Blöcke einzuteilen. Das könnte beispielsweise so aussehen:

DE00 1011 0110 1234 1234 12

Frankfurt/Main (dpa) l Die Deutsche Bundesbank zweifelt wenige Wochen vor dem endgültigen Abschied von der bekannten Kontonummer samt Bankleitzahl (BLZ) an einer komplett reibungsfreien Umstellung. Vom 1. Februar 2016 an dürfen auch Verbraucher Lastschriften und Überweisungen in Euro nur noch im neuen Format mit der internationalen Kontonummer Iban tätigen, für Unternehmen und Vereine gilt das europäische Zahlungsverfahren Sepa („Single Euro Payments Area“) bereits seit August 2014. Zwar hätten sich die allermeisten Bürger längst an die 22 Zeichen lange Iban („International Bank Account Number“) gewöhnt. „Aber eine kleine Minderheit hält immer noch an der alten Kontonummer fest“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Derzeit müssten die Geschäftsbanken noch etwa zehn Prozent aller Überweisungen auf die Iban umstellen. „Diese Möglichkeit endet am 1. Februar. Ich bin besorgt, ob das bis dahin wirklich jeder weiß.“

Online-Kunden haben es einfacher

Probleme befürchtet Thiele insbesondere bei Älteren oder bei Menschen, die etwa aus Sicherheitsgründen kein Online-Banking nutzen. „Die Banken dürfen nicht weiter konvertieren. Sie müssen Überweisungsträger mit der alten Kontonummer zurückgeben.“ Ob sie sich in der Praxis aber tatsächlich an dieses Verbot halten, wenn betagte Kunden Schwierigkeiten haben, ist offen.

Bisher hätten Banken Überweisungsaufträge, die nicht korrekt ausgefüllt waren, aus Kulanz korrigiert und die Überweisung ausgeführt, sagte Anja Maultzsch von der Postbank. Nach Ablauf der Sepa-Übergangsfrist werde dies nicht mehr möglich sein: „Das bedeutet, dass falsch ausgefüllte Überweisungsbelege nicht ausgeführt werden.“ Für Kunden könne das unangenehme Folgen haben, etwa wenn Mahngebühren oder Verzugszinsen drohten, weil eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt wurde. Im Vorteil sei, wer sein Konto online führe. Denn der könne Bankverbindungen abspeichern und beim nächsten Mal mit einem Klick aufrufen: „Tippfehler sind damit ausgeschlossen.“