Nürnberg (dpa) l Am 20. April seien es 718.000 Unternehmen gewesen, die eine Anzeige für Kurzarbeit gestellt hätten, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mit. Dies sind 7.000 Betriebe weniger als in der Vorwoche. Der scheinbare Rückgang ist den Angaben zufolge auf Dubletten zurückzuführen – einige Unternehmen hätten ihre Anzeige sowohl postalisch als auch online gestellt. Diese Fehler seien inzwischen bereinigt worden.

Jeder dritte Betrieb betroffen

"Die Gesamtsumme stagniert weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche", teilte die Bundesagentur mit. Damit ist in etwa jeder dritte Betrieb, der anzeigeberechtigt ist, von Kurzarbeit betroffen. Das Instrument können Unternehmen nutzen, die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben. Die bundesweite Anzahl solcher Unternehmen liegt bei knapp 2,2 Millionen.

Die Bundesagentur hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass – anders als in der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 – in der Corona-Krise vor allem kleinere Unternehmen – etwa aus der Gastronomie oder dem Gesundheitswesen – Kurzarbeit angemeldet hätten. Über eine Zahl der betroffenen Personen will die Agentur erst Ende nächster Woche informieren. Der bisherige Rekord stammt aus dem Mai 2009, als 1,44 Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen waren.