Waldenburg (dpa) l Auf Äckern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wächst inzwischen deutlich mehr Soja als noch vor zehn Jahren. Auf rund 1700 Hektar bauen derzeit Landwirte die exotische Hülsenfrucht an, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zum Vergleich: 2008 waren es gerade einmal rund 70 Hektar.

"Das größte Problem derzeit ist, dass wir noch keine eigenen Sorten haben, die perfekt an unsere Standorte angepasst sind", sagt Sabine Wölfel von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. So fühle sich die Sojapflanze insbesondere im Thüringer Becken und im Altenburger Land recht wohl. Experimentierfreudige Landwirte wie Thomas Sander aus dem westsächsischen Waldenburg schätzen die Sojabohne als Alternative zu heimischer Ackerbohne oder Erbse.

Derzeit werden bundesweit nach vorläufigen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) rund 19.200 Hektar Soja angebaut, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. Damit hat sich die Zahl in den vergangenen fünf Jahren fast vervierfacht, entspricht aber immer noch nur einem Anteil von 0,2 Prozent gemessen am gesamten Ackerland von 11,7 Millionen Hektar.