Berlin (dpa) l Bund, Länder und Verbände koordinieren ihre Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest. „Ein Ausbruch hätte erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen“, sagte der geschäftsführende Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Montag. Er hatte zu einer nationalen Präventionskonferenz nach Berlin Vertreter der Länder, Jäger, Bauern und der Industrie an einen Tisch geladen. In den kommenden Tagen sollen etwa Übungen mit Polen und den angrenzenden Bundesländern stattfinden, bei denen Notfallpläne für den Fall eines Ausbruchs durchgespielt werden sollen.

„Beim ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Wildbestand muss dieses Gebiet sofort abgeschottet werden können“, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU).

Informationskampagne soll aufklären

Die Strategie stützt sich dabei vor allem auf drei Maßnahmen. Eine Informationskampagne soll verhindern, dass beispielsweise Fernfahrer mit ihrem Reiseproviant das Virus von Osteuropa nach Deutschland bringen. Eine bessere Einzäunung von Raststätten und Tankstellen sowie die schnellere Leerung von Abfallbehältern soll zudem dafür sorgen, dass sich Wildschweine nicht an kontaminierten Abfällen anstecken. Schließlich soll die Zahl der Tiere insgesamt reduziert werden.

Die Afrikanische Schweinepest kursiert hauptsächlich in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont. Die für Menschen ungefährliche Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich. Verbreitet wird sie häufig von Menschen, etwa über achtlos weggeworfene Schweinefleischprodukte. Um zu verhindern, dass die Tierseuche nach Deutschland kommt, soll unter anderem die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben werden. Zudem wurden Informationskampagnen gestartet, die sich unter anderem an Fernfahrer richten.