Magdeburg l Zwischen dem Discounter Lidl und dem Gummibärchen-Riesen Haribo geht es heiß her. Der Streit der beiden Unternehmen wurde durch die alljährlichen Konditionsverhandlungen ausgelöst. Und Lidl-Konkurrent Aldi nutzt die Situation für sich aus.

Bei den Gesprächen gehe es vor allem um die Preise für die nächsten Monate, aber auch um andere Lieferkonditionen. Wie Chip mitteilt, will Lidl die Preise für Haribo-Produkte senken. Der Goldbären-Händler hingegen sieht das anders.

Unterschiedliche Preisvorstellungen

Schließlich ist der Preis für eine 360-Gramm-Packung durch die Mehrwertsteuersenkung von 1,29 Euro auf 1,26 Euro gesunken. Mal abgesehen davon, dass die Packung 2018 nur 1,09 Euro gekostet hat. In anderen Supermärkten wie Aldi, Rewe und Edeka kosten die Goldbären zwischen 1,19 Euro und 1,44 Euro, teilte Chip mit.

Der Discounter will daher vermutlich auch einen Preis von 1,19 Euro durchsetzen, während Haribo auf die 1,29 Euro beharrt. Haribo bestätigte gegenüber Chip, dass das Unternehmen in "harten Preisverhandlungen" mit Lidl stecke.

Diese wiederum haben einen Warenstopp zur Folge und Lidl steht so langsam vor leeren Haribo-Regalen, da die Warenbestände aufgebraucht sind. Die Regallücken werden in einigen Filialen mit der Eigenmarke oder anderen Konkurrenten aufgefüllt.

Aldi nutzt den Streit für sich aus

Der Konkurrent Aldi nutzt die Situation für sich aus und wirbt umso mehr für die Haribo-Produkte im eigenen Laden. Dafür wurden schwere Geschütze aufgefahren. So lassen sich momentan in vielen Filialen sogenannte Candy-Bars in erstaunlicher Größe mit etlichen Süßigkeiten von Haribo finden.

In manchen Supermärkten wurden die Produkte des Herstellers sogar mit einem reduzierten Preis beworben. Laut Chip stecken wohl auch Rewe und Edeka in intensiven Verhandlungen mit dem Süßwaren-Hersteller.