Halle (dpa) | 15 Aussteller aus Sachsen-Anhalt wollen sich erstmals auf der Spielemesse Gamescom in Köln präsentieren. Auf rund 50 Quadratmetern stellen sich bei dem Branchentreff etwa Technologie und Spieleentwickler, aber auch Verband- und Hochschulvertreter vor. "Die Games-Branche entwickelt sich zu einem Innovationsmotor für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt", sagte Landeswirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Donnerstag in Halle.

Gegenüber Metropolen wie Hamburg, Berlin oder Köln habe Sachsen-Anhalt durchaus Vorteile zu bieten. Man sei auf dem Berliner Markt zudem proaktiv unterwegs: "Wir sprechen Start-ups an: "Wollt ihr nicht zu uns kommen?"", sagte Willingmann. Das Land könne etwa mit niedrigen Mieten punkten. Auch Branchenvertreter stimmten mit dem Minister überein, dass Sachsen-Anhalt Vorzüge gegenüber Metropolen habe. "Man kann hier ein Unternehmen gründen, ohne Angst davor zu haben, sofort kannibalisiert zu werden", sagte der Sprecher des neu gegründeten Branchenverbands Games und XR Mitteldeutschland, Marcus Klöppel. Der Markt hier sei nicht übersättigt.

Netzwerktreffen auf Gamescom

Die Kosten für die Teilnahme an der Gamescom belaufen sich laut Ministerium auf 50.000 Euro. Auf der Gamescom laden zudem Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen unter der Federführung von Games und XR Mitteldeutschland zu einem Netzwerktreffen ein.

Insgesamt werden vom 20. August an wieder über 1000 Aussteller aus über 50 Ländern auf der Gamescom erwartet. Im vergangenen Jahr verzeichnete das nach eigenen Angaben weltgrößte Event für Computer und Videospiele rund 370.000 Besucher.

In Sachsen-Anhalt sind laut Bundesagentur für Arbeit mehr als 1600 Menschen im Bereich der Unterhaltungselektronik beschäftigt. Hinzu kommen 8000 Arbeitsplätze im Bereich Software und IT-Services.