Berlin/Magdeburg (aw/dpa) l Mehr Geld für Geldboten: Die Löhne der rund 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche in Deutschland steigen deutlich. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber verständigten sich am Freitag auf Einkommensverbesserungen von je nach Tätigkeit 7,8 bis 17,2 Prozent. Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar für zwei Jahre, in denen die Löhne und Gehälter schrittweise steigen, wie beide Seiten nach fünf Verhandlungsrunden in Berlin mitteilten.

Geldboten aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen hatten zuvor am Donnerstag gestreikt. 120 der 800 Beschäftigten der drei Länder beteiligten sich laut Verdi an der Fortsetzung der Arbeitsniederlegungen, die bereits am Mittwoch begann. Bundesweit nahmen 3000 Mitarbeiter der Geld- und Wertdienstbranche daran teil.

In Mitteldeutschland wurden am Donnerstag zwei Firmen bestreikt, sagte Verdi-Sprecherin Christel Tempel. Geldautomaten in Halberstadt seien nach dem Mittwoch demnach erneut nicht befüllt worden. Die Harzer Volksbank teilte am Donnerstag mit, in Filialen gebe es aktuell keine Unterversorgung, ein Sprecher riet aber zu vorzugsweise bargeldloser Zahlung. Die Harzsparkasse meldete keinerlei Engpässe.