Magdeburg (vs) l Anlässlich des heutigen Welttierschutztages haben die Tierschutzbeauftragten der Bundesländer darauf verwiesen, dass es auch in diesem Sommer wieder zu massiver Tierquälerei in Tiertransporten gekommen ist. Es seien zahlreiche Tiertransporte aus Deutschland in Länder außerhalb der EU abgefertigt worden, obwohl die zulässigen Transporttemperaturen von 30 Grad vorhersehbar überschritten worden sind. Die zuständigen Ministerien müssten künftig dafür Sorge tragen, das keine Transporte abgefertigt werden, wenn auf der Strecke Außentemperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr zu erwarten seien.

186 Transporte überhitzt

Im Juli und August 2017 sowie im Juli 2018 seien allein über die türkisch-bulgarische Grenze 210 Transporte mit etwa 7500 Rindern genehmigt worden. Dabei seien die Rinder auf 186 Transporten in überhitzten Fahrzeugen mit Innentemperaturen von bis zu 49 Grad untergebracht gewesen. Die Transportfahrzeuge haben in der Regel keine Klimaanlage. Damit sei bereits bei der Transportplanung damit zu rechnen gewesen, dass die Tiere erheblichen Leiden ausgesetzt würden.

Der Tierschutzbeauftragte Sachsen-Anhalts, Marco König: „Solches Leid auf Tiertransporten, wie es in diesem Jahr vorgekommen ist, darf sich nicht wiederholen. Tiertransporte in Drittländer sind generell auch abzulehnen, wenn die Tiere am Zielort voraussehbar unter tierquälerischen Bedingungen behandelt und geschlachtet werden.“