Magdeburg l Der leichte konjunkturelle Auftrieb der sachsen-anhaltischen Industrie, der noch im I. Quartal 2019 zu verzeichnen war, hat sich wieder eingetrübt. Nur langsam scheint die Industrie auf ihren Wachstumspfad zurückzukehren.

Nachdem im I. Quartal beim Gesamtumsatz noch eine Steigerungsrate von +1,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal verbucht werden konnte, lagen diese Umsätze im II. Quartal um -2,6 % unter dem Vorjahreswert, ehe es III. Quartal 2019 mit einer Veränderung von +0,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum wieder einen geringfügigen Wachstumsimpuls für die Industrie gab. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung von Sachsen-Anhalt in seinem Quartalsbericht 3/2019 mit, der am Montag erschien.

Zwischen Januar und September 2019 wurden Gesamtumsätze von rund 29,16 Mrd. Euro erwirtschaftet. Entgegen der Vorjahre hat nunmehr auch der Bereich der Vorleistungsgüterproduzenten und Energie Umsatzeinbußen von -2,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Alle anderen Hauptgruppen liegen im positiven Bereich. Dabei ist die Wachstumsrate der Gebrauchsgüterproduzenten hervorzuheben (+13,3 %). Insgesamt liegen die Gesamtumsätze der Industrie in den ersten neun Monaten 2019 um -0,3 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Der Auslandsumsatz beläuft sich in Sachsen-Anhalt in den ersten drei Quartalen 2019 auf rund 9,27 Mrd. Euro. Er ist im Vergleich zu den Monaten Januar bis September 2018 um +2,0 % gestiegen. Mit dieser Wachstumsrate beim Auslandsumsatz liegt die sachsen-anhaltische Industrie auf Rang 7 im deutschlandweiten Vergleich.

Die umsatzstärkste Branche der Industrie Sachsen-Anhalts war auch in den ersten neun Monaten 2019 die chemische Industrie mit einem Gesamtumsatz von rund 5,48 Mrd. Euro. Dies bedeutet eine deutliche Zunahme des Gesamtumsatzes von +6,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Auslandsumsatz der Chemieindustrie belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf rund 2,86 Mrd. Euro, eine klare Steigerung um 2%.