Halle l Im Jahr 2017 gingen 501 Anträge auf die Eröffnung von Insolvenzverfahren für Unternehmen bei den Insolvenzgerichten des Landes Sachsen-Anhalt ein. Das waren 504 weniger als im Jahre 2009 (1005). Damit hat sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den vergangenen acht Jahren mehr als halbiert. Gegenüber dem Vorjahr wurden 15 Anträge weniger gestellt (2016: 516 Anträge). Der Rückgang betrug 2,9 Prozent. Dies gab das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt bekannt.

In 359 Fällen (71,7 %) folgte im Jahr 2017 auf den Antrag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. 142 mal (28,3 %) wurde ein Verfahren mangels Masse abgewiesen.

In den insolventen Unternehmen waren zum Zeitpunkt der Eröffnung der Insolvenzverfahren 3094 Beschäftigte tätig. Das waren 118 Beschäftigte mehr (+ 4 %) als ein Jahr zuvor (2976). Vier große Unternehmen mit mehr als 100 Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen meldeten Insolvenz an.

Die Gläubiger meldeten voraussichtliche offene Forderungen gegenüber den insolventen Unternehmen in Höhe von 321 Millionen Euro an. Das waren 92 Millionen Euro mehr (+ 40 %) als im Jahr 2016 mit 229 Millionen Euro.

Regional waren die Landeshauptstadt Magdeburg mit 56 (39 eröffnet) und die Stadt Halle (Saale) mit 55 (30 eröffnet) 2017 am stärksten betroffen.