Hannover/Halle (dpa) l In Sachsen-Anhalt hat laut DGB nur etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Beschäftigten einen Tarifvertrag. Ein Drittel arbeite zu Niedriglöhnen, weitere 38 Prozent seien in atypischen Jobs beschäftigt, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt Susanne Wiedemeyer am Samstag in Hannover, wo sie von der Bezirkskonferenz in ihrem Amt bestätigt worden war.

"Wir Gewerkschaften wirken seit langem für deutliche Verbesserungen, zum Beispiel im Fachkräftepakt der Landesregierung. Politik und Arbeitgeber müssen endlich handeln und für tarifliche Löhne, Mitbestimmung in den Betrieben und faire Arbeitsbedingungen sorgen", forderte sie. Nur so könnten junge Leute für den Arbeitsmarkt gebunden oder angeworben werden.

Wiedemeyer ist in dem Landesbezirk bereits seit Oktober 2016 DGB-Vize. Zum neuen Bezirkschef wurde der 57 Jahre alte Wirtschaftswissenschaftler Mehrdad Payandeh gewählt.