New York (dpa) - Apple hat sein in die Jahre gekommenes Einstiegs-Laptop MacBook Air grunderneuert. Als weitere Neuheit wurde eine neue Version des auf Profi-Nutzer ausgerichteten Tablet-Computers iPad Pro vorgestellt, bei der der Bildschirm fast die gesamte Frontseite ausfüllt.

MacBook Air

Das auf hohe Mobilität ausgelegte MacBook Air hat ein 13,3 Zoll großes Retina-Display mit höherer Auflösung, schnellere SSD-Festplatten, Thunderbolt-3-Anschlüsse und einen Fingerabdruck-Sensor bekommen, der bisher teureren Pro-Modellen vorbehalten war. Zugleich steigt der Startpreis in Europa von 1099 auf 1349 Euro.

Im Inneren arbeitet ein Intel-i5-Prozessor der achten Generation, dem bis zu 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) zur Seite stehen. Außerdem lässt sich das Notebook mit bis zu 1,5 TB Speicherplatz ausrüsten. Überarbeitet hat Apple auch die Tastatur, die zuletzt bei den MacBook-Pro-Modellen für Kritik sorgte.

Das Gehäuse des neuen Air-Modells wird erstmals komplett aus recyceltem Aluminium hergestellt. Damit untermauert Apple seinen Anspruch, möglichst umweltfreundlich zu sein. Erhältlich ist das MacBook Air ab 7. November.

Als Apple-Gründer Steve Jobs vor gut einem Jahrzehnt das erste MacBook Air publikumswirksam aus einem Papierumschlag zog, war es ein revolutionäres Design, das die Richtung für den Laptop-Markt vorgab. Zuletzt wirkte das Air in Apples Produktpalette aber wie ein Relikt aus einer anderen Ära, weil viele Hardware-Komponenten veraltet waren.

Die Mac-Verkäufe sanken in dem Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,7 Millionen Geräte. Das lag auch daran, dass das MacBook Air an Attraktivität verlor. Nach Einschätzung von Analysten war das Air aber - wohl auch dank des günstigen Preises - nach wie vor der meistverkaufte Mac-Computer. Damit ist es für Apples Position im Notebook-Geschäft extrem wichtig, mit der Erneuerung des MacBook Air den Nerv der Nutzer zu treffen. Insgesamt gibt es inzwischen weltweit 100 Millionen aktive Mac-Nutzer, wie Konzernchef Tim Cook bei dem Event in New York sagte.

Mac Mini

Als weitere Neuheit stellte Apple eine komplett neu entwickelte Version des kleinen Desktop-Rechners Mac mini vor, der mehrere Jahre nicht aktualisiert wurde. Auch hier kommt der Aluminium-Teil des Gehäuses komplett aus dem Recycling, bei den Plastik-Elementen liegt der Anteil immerhin bei 60 Prozent.

Der kleine Rechner verfügt nun je nach Ausstattung über Intel-Prozessoren der achten Generation mit vier oder sechs Kernen. Außerdem können Nutzer den Mac mini mit bis zu 64 GB RAM und bis zu 2 TB Speicherplatz ordern. An der Rückseite finden sich unter anderem Anschlüsse für Ethernet, Thunderbolt, USB-C sowie HDMI 2.0. Der neue Mini-Rechner ist ebenfalls ab 7. November ab 899 Euro erhältlich.

iPad Pro

Beim neuen iPad Pro tauscht der Hersteller die Lightning-Buchse gegen den aktuellsten USB-Verbindungsstandard. Ansonsten passt Apple das Design des Tablets an die aktuelle iPhone-Generation an. Der Home-Button fällt weg, dafür sind die Ränder ums Display deutlich schmaler geworden. Entsperren lässt sich das iPad Pro nicht mehr per Fingerabdruck, sondern mit Face ID, wobei das Gesicht des Nutzers gescannt wird. Zudem gibt es keinen separaten Kopfhörer-Anschluss mehr.

Das iPad Pro gibt es in zwei Größen mit Retina-Displays in 11 und 12,9 Zoll. Als Prozessor ist ein Apple-eigener A12X-Bionic-Chip verbaut, die Speichergröße liegt zwischen 64 Gigabyte (GB) und 1 Terabyte (TB). Als Zubehör sind auch ein neuer Eingabestift sowie eine Tastatur erhältlich. Die Preise variieren je nach Konfiguration und starten bei 879 Euro für das kleinere, beziehungsweise 1049 Euro für das größere Modell. Sie sind auch ab 7. November erhältlich.

Apple musste in den vergangenen Jahren feststellen, dass der Tablet-Markt anders funktioniert als das Smartphone-Geschäft. Die iPads sind zwar die populärsten Tablet-Computer, doch der Markt insgesamt wurde nicht so groß, wie anfangs erwartet. Nachdem Gründer Steve Jobs 2010 das erste iPad-Modell vorstellte, zogen die Verkäufe zunächst steil an, das bisher beste Quartal gab es im Weihnachtsgeschäft 2013 mit gut 26 Millionen verkauften Geräten.

Allerdings stellte sich auch heraus, dass die Nutzer ihre iPads deutlich seltener ersetzen als iPhones. Zudem sehen viele mit immer größer werdenden Smartphone-Bildschirmen keinen Bedarf für ein weiteres Gerät. Zuletzt wurden im Ende Juni beendeten Quartal rund 11,5 Millionen iPads verkauft. Cook betonte zugleich, dass Apple im vergangenen Jahr mehr iPads verkauft habe als die führenden PC-Hersteller Notebooks absetzen konnten.

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