Berlin (dpa/tmn) - Nach dem Ende seines Foto-Onlinespeichers Irista hat Canon bereits einen Nachfolgedienst vorgestellt. Image.canon soll im April online gehen, wie das Unternehmen mitteilt.

Der Clou des neuen Cloud-Speichers: Kompatible Canon-Kameras können Fotos und Videos direkt hochladen, wenn eine WLAN-Verbindung besteht - Bilder im RAW-Format sowie Filme in 4K-Auflösung inklusive. Auch das automatische Übertragen zu anderen Geräten, Webdiensten oder in soziale Netzwerke lässt sich einstellen.

Mit Kurz- und Langzeitgedächtnis

Image.canon ist aufgeteilt in einen Kurz- und in einen Langzeitspeicher. In den Kurzzeitspeicher wandert alles, was mit einer verbundenen Kamera aufgenommen wird. Allerdings nur für einen Zeitraum von 30 Tagen. Wer dort längerfristig speichern möchte, also ein automatisches Löschen verhindern will, muss sein Foto- und Videomaterial manuell in den Langzeitspeicher umschichten.

Dieser ist zeitlich unbegrenzt nutzbar und wird bis zu einer Kapazität von 10 Gigabyte (GB) kostenlos angeboten. Wer die Software "Downloader for Image.canon" auf seinem Windwos- oder macOS-Rechner installiert, kann sich die Fotos und Videos auch automatisch herunterladen lassen.

Automatische Social-Media-Schrumpfkur für Fotos

Um das Veröffentlichen von Fotos im Netz zu erleichtern und zu beschleunigen, erstellt Image.canon automatisch niedriger aufgelöste Kopien aller Bilder an. Die Ergebnisse der Social-Media-Schrumpfkur werden in einer eigenen Bibliothek abgelegt.

Image.canon soll in den meisten WLAN-Kameras von Canon per Firmware-Update den Vorgängerdienst Canon Image Gateway ersetzen, ebenso wie den zugehörigen, gleichnamigen Online-Album-Dienst. Kundendaten sollen automatisch in die Image.canon-Cloud übertragen werden, bevor der Album-Dienst Ende März abgeschaltet wird. Ab dem Modelljahr 2020 ist Image.com bereits standardmäßig in WLAN-fähigen Kameras installiert.

Image.canon