Stuttgart (dpa/tmn) - Nicht nur zuschauen, sondern handeln: Jede und jeder Einzelne hat Wege und Mittel, aktiv gegen Hass im Internet vorzugehen. Das gilt für Foren, Kommentare, soziale Netzwerke oder auch Messengergruppen. Darauf weist die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes anlässlich des Safer Internet Day hin (11. Februar).

Beleidigungen und Bedrohungen beziehen sich dabei nicht allein auf politisch andere Positionen: Oft werden Menschen auch wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung angegangen, wobei hasserfüllte Äußerungen hier schnell einen Straftatbestand erfüllen können.

Entscheidend sei, dass sich Nutzerinnen und Nutzer gegen hasserfüllte Äußerungen und Kommentare wehren, erklärt die Polizei. Einschreiten und Widersprechen sei nicht nur ein wichtiges Signal an die Täter. Auch andere würden dadurch ermutigt, sich aktiv gegen Hass im Netz zu positionieren. Hassrede dürfe weder hingenommen noch ignoriert werden.

Wer mit Hassbotschaften konfrontiert wird, sollte daran denken, diese mit Screenshots oder dem Speichern von Chatverläufen zu dokumentieren, um sie später melden zu können. Das geht etwa beim Anbieter der jeweiligen Seite oder des jeweiligen Dienstes, bei der Internetbeschwerdestelle sowie der Polizei.

Strategien gegen Hass im Netz veranschaulicht die Kriminalprävention auf der Seite Zivile-Helden.de und hat weitere Informationen zum Thema auf der Seite Polizeifürdich.de zusammengetragen.

Internetbeschwerdestelle

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