Berlin (dpa/tmn) - Mädchen werden Arzthelferinnen oder studieren Sprachen, Jungen lassen sich zu Mechatronikern ausbilden oder schreiben sich für Informatik ein - so bekommen es Kinder und Jugendliche oft vermittelt.

Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass sie sich bei der Berufswahl mehr an gängigen Rollenklischees orientieren als an den eigenen Begabungen oder Interessen.

Für eine vorurteilsfreie und selbstbestimmte Berufsorientierung engagiert sich deshalb die vom Bundesbildungs- und vom Bundesfamilienministerium geförderte Initiative Klischeefrei. Sie besteht aus einem bundesweiten, rund 160 Partner umfassenden Netzwerk. Diese haben auf ihrer Webseite nun eine zentrale Infothek für digitale Materialien rund um das Thema eingerichtet.

Dort finden sich bereits knapp 300 Studien, Fachbeiträge, Arbeitsmaterialien und Praxisbeispiele zur klischeefreien Berufs- und Studienwahl - vom Leitfaden für geschlechtersensible Sprache über Vorstellungen von Jungen in sozialen Berufen bis hin zu MINT-Geschichtensets für den Kindergarten. Die Infothek soll laufend erweitert werden.

Klischeefrei-Infothek