Shrewsbury/Paris (dpa) - Ärger um Team Vitality: Die Integritätskommission ESIC hat eine Geldstrafe gegen die Franzosen ausgesprochen. Das "Counter-Strike: Global Offensive"-Team der Organisation hatte auf einem Fernseher den Stream des eigenen Spiels gegen Team Liquid abgespielt.

Da der Fernseher auf den Kameras der Spieler zu sehen war, sammelten sich in sozialen Medien bereits während der Partie Beschwerden. Das Vorgehen verstößt gegen Regeln der ESIC, die auch für das Blast Premier Global Final gelten. Zwar werden die Spiele in den Streams der Online-Turniere mit einer Verzögerung gezeigt, um einen direkten Missbrauch zu verhindern. Dennoch ist es möglich, hilfreiche Informationen zur Taktik des Gegners zu erhalten.

Vitality hatte in den Ermittlungen mit der ESIC kooperiert, und akzeptierte die Strafe gegen die Organisation. Da keine Anzeichen auf eine Ausnutzung während des Spiels gegen Liquid gegeben habe, und der Fernseher laut Vitality nur für Gäste genutzt werde, gäbe es keinen Grund für eine höhere Strafe, teilte die ESIC mit.

Bereits zum Ende des vergangenen Jahres hatte die ESIC eingestanden, dass "Stream-Sniping" in CS:GO-Onlineturnieren weit verbreitet ist. Strafen wurden zu dem Zeitpunkt noch keine ausgesprochen, kündigte jedoch an, bei künftigen Verstößen durchzugreifen.

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Statement der ESIC