München (dpa) - Für Eishockey-Legende Erich Kühnhackl sind verschiedene Faktoren notwendig, um den großartigen Olympia-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft für die Sportart zu nutzen.

"Kurz zusammengefasst: Die Spiele müssen frei empfangbar übertragen werden, es muss noch mehr Zeit und Geld in die Nachwuchsarbeit investiert werden, der Verband muss seine U-Teams weiter zu den Top-Turnieren schicken können und die Nachwuchsspieler müssen frühzeitig ihre Chance in der DEL bekommen", sagte Kühnhackl in einem Interview der Münchner "Abendzeitung".

Kühnhackl gehörte zur Auswahl, die 1976 in Innsbruck Bronze feierte. Der zum deutschen "Eishockey-Spieler des Jahrhunderts" gekürte frühere Sportler und Trainer sieht bereits eine gute Entwicklung seiner Sportart. "Dass es so weit nach vorne geht, bis ins Finale, hat natürlich keiner gedacht. Aber dass sich das Eishockey in Deutschland seit Jahren in allen Ligen gut entwickelt, dass die Nachwuchsspieler mehr Eiszeit bekommen und dass die Nachwuchs-Nationalmannschaften des Deutschen Eishockey-Bundes gute Ergebnisse erzielen, war mir schon bewusst", sagte der 67-Jährige.

Sein Sohn Tom, der bei den Pittsburgh Penguins in der NHL spielt, hatte Olympia verpasst, weil die Nordamerika-Liga diesmal nicht für die Winterspiele pausiert. "Sie können sich natürlich vorstellen, dass für alle unseren deutschen NHL-Spieler diese Olympischen Spiele etwas ganz Besonderes gewesen wären", sagte der Mann mit dem Spitznamen "Kleiderschrank auf Kufen". "Sie haben alle wie der Tom mitgefiebert und haben sich für ihre Teamkollegen riesig gefreut."

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