Krefeld (dpa) - Die finanziell angeschlagenen Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga glauben mehr denn je an eine außergerichtliche Einigung mit ihrem umstrittenen Gesellschafter Michail Ponomarew.

Geschäftsführer Matthias Roos ist nach der Gesellschafterversammlung zuversichtlich, beim nächsten Treffen am 28. November zu einer Übereinkunft zu kommen. "Man kann schon sagen, dass es ein positives Gespräch war. Sein Anwalt hat uns glaubhaft dargestellt, dass er daran interessiert ist, das Ganze einvernehmlich zu lösen", sagte Roos.

Am Abend zuvor hatte sich die Versammlung noch einmal vertagt. "Um uns Zeit zu geben, um hoffentlich Vereinbarungen schließen zu können und um das außergerichtlich lösen zu können", sagte Roos zu dem in seinen Augen "konstruktiven Austausch".

Laut Roos komme Ponomarew bereits seit einiger Zeit seinen Zahlungspflichten nicht nach, was der russische Geschäftsmann bestreitet. Nach Informationen der "Westdeutschen Zeitung" hat der Saisonetat der Pinguine derzeit eine Unterdeckung von 1,1 Millionen Euro. Ziel des Clubs ist eine Umstrukturierung der Gesellschaft ohne Ponomarew. Sollte es in der kommenden Woche keine Lösung geben, droht das DEL-Aus des Meisters von 2003 und im schlimmsten Fall gar die Insolvenz.

Club-Mitteilung nach Gesellschafterversammlung