Der Weg zum Emoji

„Emojis“ sind sehr simple Bilder, die Emotionen, Personen und andere Motive darstellen. Ihre Vorgänger, die sogenannten „Emoticons“, bestanden noch aus einfachen Schriftzeichen. Das erste bekannte Beispiel davon findet sich noch in einer 1881er-Ausgabe des Magazins „Puck“, das zeigte, wie menschliche Gesichter mit den Tasten einer Schreibmaschine nachempfunden werden können.

Die Erfindung der digitalen Emoticons wird dem amerikanischen Professor Scott Fahlmann angerechnet, der 1982 auf einem Universitätsnetzwerk vorschlug, den Ton von Nachrichten mit Smileys leichter verständlich zu machen - :-) für weniger ernstzunehmende und :-( für seriöse.

Diese und andere Emoticon-Varianten verbreiteten sich vor allem über SMS und Internet. 1998 entwarf der Japaner Shigetaka Kurita die grafischen Emojis, die heute auf Seiten und Programmen wie Facebook oder WhatsApp all ihren Nutzern zur Verfügung stehen.

Stendal l Seit dieser Woche werden viele Kinder schon auf dem Weg von und zur Schule stetig daran erinnert, wie gern die Feuerwehr sie bei sich aufnehmen würde. Drei Schulbusse fahren mit einem neuen Aufdruck durch Stendal und bewerben dabei die Kampagne „FeuerYeah“, die helfen soll, Nachwuchs für die Brandbekämpfung zu gewinnen.

Insgesamt 5000 Feuerwehr-Kameraden waren früher im Landkreis Stendal engagiert, berichtete Landrat Carsten Wulfänger (CDU) beim Start der Initiative am 15. August auf dem Stendaler Marktplatz. Mittlerweile ist ihre Zahl auf 3600 geschrumpft, mit „nach wie vor fallenden Tendenzen“. Etwa 1000 Kameraden werden voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren in den Altersruhestand übergehen, ohne einen entsprechenden Ausgleich in den jüngeren Jahrgängen.

Um die 950 Mitglieder zählen Kinder- und Jugendfeuerwehren zur Zeit. Diese Zahl will der Landkreis in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. Eine neue Imagekampagne soll dabei helfen.

Um dafür professionelle Gestalter zu finden, wurde eine Ausschreibung gestartet. Deren Ansprüche: „Laut und anders, als man es bisher gesehen hat.“ So fasste Pressesprecherin Sabrina Lamcha die Vorstellungen zusammen.

Emojis als Blickfang

Eine Berliner Firma schickte daraufhin mehrere Entwürfe, aus denen der ausgewählt wurde, der auf „Emojis“ aufbaut. Die einfachen Bilder sind bei den meisten Nachrichtenprogrammen oder Internetseiten Teil der Standard-Ausführung und damit jedem Kind und Jugendlichen vertraut.

Zwei der Grafiken, ein Feuerwehrmann und eine Feuerwehrfrau, wurden sogar an den Landkreis angepasst und tragen sein Wappen auf ihren Helmen. Sie schmücken nun Busse, Tafeln und Werbeartikel in Stendal, zusammen mit Slogans wie „FeuerYeah“ oder „Tatütatatendrang“. Aus letzterem soll sich später noch eine eigene Marke mit ähnlichen Wortschöpfungen entwickeln, gibt Lamcha für die Zukunft der Initiative an.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse: www.feueryeah.de/